Versicherung

Hier möchten wir einige Infos zur Verfügung stellen, die die versicherungstechnische Seite eines Sportunfalls beschreiben.

Zunächst ist für die versicherungstechnische Abwicklung (Kostenübernahme) die gesetzliche Krankenversicherung zuständig.

Sollten Folgeschäden zu befürchten sein, so kommt die Sportversicherung der ARAG ins Spiel. Bitte melden Sie Sportunfälle mit der entsprechenden Schadenmeldung so schnell wie möglich an die ARAG Sportversicherung. Die ausgefüllte und vom Verletzten sowie vom Verein unterschriebene Unfallmeldung muss an die ARAG geschickt werden. Dies geht aufgrund der Dokumentenechtheit der Unterschriften nicht per Mail oder Fax, sondern lediglich per Briefpost. Die Adresse der ARAG ist im Anschriftenfeld der Unfallmeldung bereits eingedruckt. Der untere Abschnitt der Unfallmeldung ist dem Verletzten auszuhändigen. Hier sind noch einmal die wichtigsten Unfallleistungen und Fristen zusammengefasst.

Eine Eintragung im Spielbericht ist keine Unfallmeldung!

Warten Sie bitte nicht erst ab, welche Folgen sich aus dem Unfall ergeben, bevor Sie die Unfallmeldung zur ARAG schicken. Geben Sie die Unfallmeldung vorsorglich immer sofort ab. Leider ist es immer wieder so, dass nach zunächst relativ leicht erscheinenden Verletzungen spätere Komplikationen auftreten, für die dann ohne vorliegende Unfallmeldung keine Versicherungsleistungen gezahlt werden. Wird die Unfallmeldung 11 Monate nach dem Unfall abgegeben, sind eventuelle Ansprüche auf Übergangsgelder von 2 x je 1.000,- € schon nicht mehr geltend zu machen. Die allgemeine Rechtsprechung geht davon aus, dass es grob fahrlässig ist, wenn 12 – 15 Monate nach dem Unfall noch keine Unfallmeldung abgegeben wurde und dass dies zum Verfall eventueller Invaliditätsansprüche führt.


Unfallversicherung für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Die bis 18 Jahre alten Vereinsmitglieder unterstehen im Unfallbereich dem Schutz der Sporthilfe Niedersachsen und des Kommunalen Schadensausgleichs (KSA) Hannover, Marienstr. 11, 30171 Hannover.

Unfälle von Kindern und Jugendlichen müssen umgehend über den Stadt- bzw. Kreisjugendpfleger der regional zuständigen Kommune/Kreisverwaltung dem Kommunalen Schadenausgleich gemeldet werden. Ausnahme hier: Mögliche Ansprüche auf Unfall-Zusatzleistungen nach Punkt II. (Zahn-, Brillen- oder Hörgeräteschaden) sind direkt über den Sportverein bei der Sporthilfe Niedersachsen zu melden (Versicherungsbüro Sporthilfe Niedersachsen, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover).

Regelung in Hannover: Aufgrund einer sparsamen Haushaltsführung ist die Landeshauptstadt Hannover (Fachbereich Sport und Bäder/OE 52.11.1, Lange Laube 7, 30159 Hannover) jedoch kein Mitglied im KSA und reguliert Leistungsansprüche nach Punkt I. des u. a. Merkblatts gemäß den Verrechnungsgrundsätzen des KSA selber. Die Stadt Hannover zahlt bei Unfällen von jugendlichen Mitgliedern von Sportvereinen keine Zuschüsse zu den entstehenden Behandlungs- und Transportkosten. Diese Kosten sind grundsätzlich vorrangig von der Krankenversicherung des/der Geschädigten zu tragen.

Von der Landeshauptstadt Hannover werden im nachweisbaren Invaliditätsfall nach Prüfung des jeweiligen Einzelfalls auf freiwilliger Basis nach den Verrechnungsgrundsätzen des Kommunalen Schadensausgleichs Beihilfen an den Geschädigten gezahlt.

Quelle: Landessportbund Niedersachsen (hier: ARAG-Sportversicherung) und Landeshauptstadt Hannover.