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Abschied aus der Vorstandsarbeit des TVB

14. Februar 2017, 15:02 Uhr - von Werner Schlienkamp

Liebe Mitglieder und Freunde des Turnverein Badenstedt,

ich habe mich entschlossen aus Altersgründen (71) nicht noch einmal für den Vorsitz im TV Badenstedt zu kandidieren. Nun ist es sieben Jahre her, als ich als Nichtvereinsmitglied in den Vorstand des TVB´s eingetreten bin und in unterschiedlichen Positionen für den Turnverein Badenstedt Vorstandsarbeit geleistet habe.

Am 25.03.2010 konnte man in der Neuen Presse lesen:

„In diesem Jahr begann dann erneut die Suche nach zwei Stellvertretern (beim TVB-Vorstand). Erst nach einer dritten Sitzung kann der Verein nun aufatmen. Allerdings waren Werner Schlienkamp und xxxxxx xxxxx * bis zu ihrer Wahl in den Vorstand noch nicht einmal Vereinsmitglieder – sie traten erst für die Vorstandswahl in den TVB ein.

Er habe mit großer Bestürzung den Bericht im Stadt-Anzeiger über die Probleme des TVB gelesen und sich deshalb entschlossen, für einen Stellvertreterposten zu kandidieren, sagte Schlienkamp, der auch SPD-Regionsabgeordneter ist. „Es wäre für Badenstedt fatal gewesen, wenn der TVB aufgelöst worden wäre.“ Als ehrenamtlicher Politiker habe er sich verpflichtet gefühlt, dies zu verhindern, sagt der Badenstedter, der schon an früheren Wohnorten Erfahrung in der Vereins- und Vorstandsarbeit gesammelt hat. „Erschreckend“ findet Schlienkamp es, dass sich unter den Mitgliedern niemand für die Vorstandsarbeit gefunden hat

.“ Bei der Person halte ich mich an Harry Potter, das ist "der, dessen Name im TVB nicht mehr genannt werden darf".

 

In der Tat, ich hatte bis dato keinen Kontakt zum TVB, noch wusste ich in welchen Sportarten der TVB unterwegs war. Noch war ich in dessen Sportarten aktiv. Von Haus aus war ich Schwimmer und Wasserballer und danach Volleyballer, alles Sportarten die es beim TVB nicht gab. Ich war der totale Seiteneinsteiger.

Es war zwar eine anstrengende Zeit sich in den Verein einzuarbeiten, aber es hat sich dann doch gelohnt. Und bei der Gelegenheit möchte ich mich bei Klaus Seffer bedanken, der mich damals in die technischen Probleme des TVB eingewiesen hat.

Mein besonderer Dank gilt unserer Geschäftszimmerbesatzung Susanne Schwitzer und Traute Drewes, die sich unermüdlich für den Verein einsetzen und mich immer sehr gut unterstützt haben. Sie waren in vielen Fällen mein Ohr in den Verein.

Ein großes Dankeschön an Euch.

Die Verantwortung für den Sport im TVB tragen die Abteilungsleiter. Ein großer Dank geht auch an die Abteilungsleiter, die in den unterschiedlichen Sportbereichen ihren Job sehr gut gemacht haben. Ihnen wünsche ich weiterhin viel Erfolg.

Eigentlich wollte ich schon im letzten Jahr zusammen mit Elke Neuendorf meine Vorstandsarbeit beenden und mich in den Ruhestand zurückziehen. Aber das wäre für einen potentiellen Nachfolger sehr schwer geworden. Durch die von mir initiierte Satzungsänderung, die die Dauer der Wahlperiode des Vorstandes auf zwei Jahre erweitert hat, sind nun die Voraussetzungen geschaffen, dass der Lotse von Bord gehen kann und zwei erfahrene Offiziere das Schiff weiterlenken können, bis der neue Kapitän sich eingearbeitet hat.

Wenn ich so zurückschaue, was ich meinem Nachfolger hinterlasse, dann kann ich nicht unzufrieden sein.

Wir haben erfolgreich Sport- und Stadtteilfeste auf unserer Anlage durchgeführt.

Dreimal den Stadtbezirkslauf des Stadtbezirksrates durchgeführt. Das vierte Mal steht zur Diskussion.

Viele kleine und große Probleme konnten aus dem Weg geräumt werden, aber es bleiben auch noch ein paar kleine Probleme liegen. z.B. die Platzpflege, aber auch da sind die Planungen schon so weit fortgeschritten, dass man im Mai mit der nachhaltigen Sanierung des Rasenplatzes beginnen kann. Die Sanierung ist dringend erforderlich und kann nicht verschoben werden.

Aber, die wesentliche und aus meiner Sicht wichtigste Entscheidung war, die unwirtschaftliche und defizitäre Gastronomievermietung durch eine Kita zu ersetzen. Manch einer hat bedauert, dass die Kneipe aufgelöst wurde, aber eine Alternative konnten die Kritiker nie aufzeigen.

Zwischenzeitlich hat sich eine Kooperation zwischen der Kita und der Turnabteilung entwickelt, durch die die kleinen „Glühwürmer“ unter fachkundiger Leitung in unseren Hallenstunden turnen.

Dieser Nutzungswechsel von Kneipe auf die Kita, hat dem Verein allerdings auch eine finanzielle Ruhezone geschaffen, in der die alten Kredite ohne Probleme an ihr Ende geführt werden können und noch eine Menge Geld überbleibt, um den Sport zu unterstützen.

Diese langfristigen Kredite stammen noch auch der Zeit, in der der TVB vor seinem Umzug aus der Eichenfeldstr. in die Salzhemmendorfer Str. mit hohen Krediten die Vereinsgebäude hat bauen lassen.  So viel zu unserer Vermögensverwaltung.

Auch den umstrittenen Bierlieferungsvertrag konnten wir in dem Zusammenhang ablösen und den damit verbunden Kredit erheblich reduzieren und zu wesentlich günstigeren Bedingungen umschulden. Das war damals ein Kredit-Vertrag über den jahrelang nicht gesprochen wurde und der nie so richtig präsent war. Na, ja. Hinterher ist man immer schlauer. Deshalb ein Rat an meinen Nachfolger immer auch langfristig und strategisch denken, damit man später sein Handeln nicht bereut.

Eins habe ich leider nicht erreicht, die Fusion mit dem BSC. Das ist sehr, sehr schade, denn zu keiner anderen Zeit, wäre eine Fusion aus sportlichen Gründen besser gewesen. Dafür hätte ich sicher noch ein paar Jahre Vorstandsarbeit auf mich genommen. Aber da fehlte auch neben einer größeren internen Unterstützung, auch die externe Unterstützung, auf die ich nach all den deutlichen Ankündigungen eigentlich gesetzt hätte.

Nun ist es an der Zeit, dass sich jüngere Mitglieder ihrer Verantwortung bewusstwerden und in die Vorstandsarbeit eintreten müssen. Zum Glück gibt es ja noch zwei Vorstandsmitglieder, die schon ein Jahr Erfahrung gesammelt haben.

Ich wünsche dem Vorstand ein ruhiges und glückliches Händchen und den Sportlerinnen und Sportlern des TV Badenstedt viel Spaß und Erfolg beim Sport.

Ich persönlich werde mich weiterhin als Technik-Opa in der Friedrich-Ebert-Schule engagieren und freue mich auf die neugierigen und lachenden Kinder, wenn sie wieder einmal ein technisches Problem gelöst haben.

Euer

Werner Schlienkamp