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Konvention gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im TVB

4. November 2019, 13:11 Uhr - von Susanne Schwitzer

Konvention gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Turnverein Badenstedt von 1891 e. V.

Präambel

In jüngster Vergangenheit beobachten wir mit wachsender Sorge, dass in deutschen Sportvereinen vermehrt Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auftreten.
Rechtsradikale Gruppen produzieren sich vor und in den Sportstätten, verteilen Flugblätter, T-Shirts und Aufkleber mit rechten Parolen. Bei einem Teil der Fans aber auch Mitgliedern gibt es rassistische Beleidigungen und fremdenfeindliche Beschimpfungen. 

Die Meisten denken, dass es vollkommen harmlos ist, rassistische Beschimpfungen über farbige oder ausländische Spieler/-innen zu äußern. Manche finden es amüsant, fremdenfeindliche Äußerungen von sich zu geben. 
Auch ist zu beobachten, dass Fans der rechtsradikalen Szene zuzuordnende Grüße zeigen und dass im Umfeld der Sportstätten rassistisches Graffiti auftaucht. 

Auch wenn wir davon überzeugt sind, dass die überwältigende Mehrheit der Sportfans und Vereinsmitglieder mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nichts zu tun hat, glauben wir dennoch, dass wir gemeinsam dem auftretenden Phänomen eindeutig entgegentreten müssen. 

Keinesfalls darf es so sein, dass Rechtsradikalismus geduldet wird, nur weil es scheint, dass es sich hier um eine Minderheit handelt.

Aus unserer Sicht ist es dringend erforderlich, dass sowohl die Verbände, wie auch die Vereine ein Zeichen setzen und sich eindeutig gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stellen.

Folgende Maßnahmen werden dazu aus unserer Sicht eingeleitet bzw. aufgegriffen:

TVB-Konvention
  1. Aufnahme eines Anti-Rassismus-Paragraphen in die TVB-Vereins- und -Abteilungshomepage sowie -Sportstättenordnung mit dem Ziel, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie das Zeigen und Rufen von rechtsradikalen Zeichen und Symbolen nicht geduldet und mit Sportstättenverbot bzw. Entzug der Mitgliedschaft belegt wird.
  2. Aufklärung des TVB-Ordnungsdienstes über verbotene Symbole, die der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind.
  3. Veröffentlichung von Erklärungen in den TVB-Organen, dass der TVB Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht toleriert; rassistische Gesänge und Äußerungen sowie das Zeigen von rechtsradikalen Zeichen und Grüßen verurteilt und entsprechend einschreiten wird.
  4. Verpflichtung der Besitzer von TVB-Dauerkarten, dass sie sich nicht an rassistischen Beschimpfungen, rassistischen Gesängen oder auch anderem aggressiven Verhalten insbesondere unter Alkohol, beteiligen. Dass sie Personen, die sich anders verhalten, dem Ordnungsdienst oder der Polizei melden.
  5. Einleiten von geeigneten Schritten gegen den Verkauf oder die Verteilung von rassistischem und fremdenfeindlichem Schriftgut an TVB-Spieltagen auf dem TVB-Sportstättengelände.
  6. Einwirken auf TVB-Spieler/-innen, -Trainer/-innen und -Funktionäre, dass sie keine rassistischen Schimpfwörter und fremdenfeindliche Äußerungen von sich geben.
  7. Entfernen aller rassistischen Graffitis in und an TVB-Sportstätten.
  8. Entwicklung eines TVB-Aktionsprogramms in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern, Verbänden, Behörden, Polizei, Fans, Sponsoren, Jugendämtern, Spielern/-innen und Trainern/-innen, um das Bewusstsein gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu steigern.
  9. Regelmäßige Durchsagen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit durch Sportstättensprecher.
  10. Einblendungen auf TVB-Medien, dass der Verein und die Fans sich gegen Diskriminierung und Rassismus positionieren.

Gerne sind wir als TVB bereit, mit Ihnen gemeinsam in die Diskussion zu treten und nach Lösungen zu suchen, damit rechtsradikale Tendenzen und Fremdenfeindlichkeit im TVB sich nicht verbreiten.

TVB-Vorstand