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Presseerklärung vom 1. Vorsitzenden

18. Oktober 2016, 13:10 Uhr - von Werner Schlienkamp

Da in der Presse auf meine Presseerklärung nur teilweise berichtet wurde, hier noch einmal zum Nachlesen, der gesamte Text:

Warum ist eine Fusion zwischen TVB und BSC sinnvoll?

Die bisherigen Fusionsversuche sind immer wieder an den Fußballern der beiden Vereine TV Badenstedt und Badenstedter SC gescheitert. Obwohl alle Gesprächsteilnehmer die angestrebte Entwicklung sowohl für die Vereine, als auch für die Bevölkerung des Stadtteils Badenstedt als besonders positiv ansahen, konnte sich diese Meinung im Umfeld des BSC-Vorstandes nie so richtig durchsetzen. Es ging manchen Menschen nur um die Ideologie und darum, dass man seine angestammte Position in den jeweiligen Mannschaften eventuell an einen besseren Konkurrenten verlieren konnte. Niemand wollte zurückstecken.

Zwischenzeitlich hat sich der TV Badenstedt von seinen Herrenmannschaften getrennt, weil sich die Mehrheit der Spieler nicht so sportlich verhalten hatten, wie es für einen Sportverein erträglich war.

Seitdem betreibt der TVB nur noch im Jugendbereich Fußball. Nachdem die Gespräche in Sachen Fusion im Jahr 2015 abgebrochen wurden, ist der TVB mit dem Fußballverein Can Mozaik eine Kooperation eingegangen. Dieser Vertrag läuft bis zum Ende der Spielzeit 2016/2017.

Bei den neuerlichen Versuchen über eine Fusion zu sprechen, ist eigentlich allen Beteiligten deutlich geworden, dass es auch ohne die bedauernswerte Situation durch den Brand noch nie so gute Bedingungen für eine Fusion gab, wie aktuell.

Ich will mit dem Fußball anfangen. Der BSC ist unstrittig im Fußball die führende Kraft in Badenstedt. Bei einer Fusion könnten die Erwachsenenmannschaften auf dem jetzigen TVB-Gelände trainieren, spielen und exklusiv (z. B. für die 1. Mannschaften) den Clubraum, die Umkleiden und Duschen im Fußballhaus nutzen. Das wäre schon ein Freistellungsmerkmal gegenüber allen anderen Vereinen im Umfeld. Für die anderen Senioren- und Gastmannschaften würden die Umkleiden im Keller des Vereinshauses an der Salzhemmendorfer Straße ausreichen.

Selbst für weibliche Mannschaften würde – nach Auszug des NTB aus den Umkleiden im Jahr 2017– ein gesonderter Umkleidebereich zur Verfügung stehen. Wer hat das schon vorzuweisen?

Mit dem C-Trainingsplatz (Rasen) und dem B-Tennenplatz mit Flutlicht, stehen genug Trainingsmöglichkeiten im Erwachsenenbereich zur Verfügung. Der A-Rasenplatz könnte ausschließlich für den Spielbetrieb genutzt werden. Darüber hinaus steht noch eine weitere Rasenfläche für das Training ohne Ball zur Verfügung.

Die Kinder- und Jugendmannschaften könnten alle weiterhin auf dem jetzigen BSC-Gelände trainieren und auch dort das mit Flutlicht ausgestattete Kleinspielfeld nutzen.

Das wären sehr gute Bedingungen, um den Fußball in Badenstedt mehr Raum und dadurch mehr Qualität und Erfolg zu bringen. Eine Lösung alle Mannschaften auf einer Platzanlage unterzubringen, wird nicht funktionieren und verschlechtert nur die derzeitige Situation. Die Aufgabe des BSC-Platzes steht für uns nicht zur Debatte.

Beim Handball gibt es eine erfolgreiche Spielgemeinschaft mit über 300 Mitgliedern, deren 27 Mannschaften von der 2. Bundesliga über die Oberliga und Jugendbundesliga bis in die Minispielgruppen erfolgreich sind. Die Organisation der HSG liegt komplett beim TVB. Die meiste Arbeit wird professionell in der 18 Stunden geöffneten Geschäftsstelle erledigt, in der zwei Angestellte beschäftigt sind.

Für die Mannschaft in der 2. Bundesliga muss bis zum nächsten Jahr vom TVB eine Unternehmensgesellschaft gegründet werden. Hier hat der Vorstand des BSC die Verantwortung durch einen Geschäftsführungsvertrag an den TVB abgegeben. Wie sich die HSG weiterentwickelt muss man abwarten.

Im Badminton gibt bereits eine Spielgemeinschaft zwischen BSC, Ahlem und Velber.

Und so verteilen sich die restlichen Sportarten auf die beiden Badenstedter Vereine.

Tennis                                   - TVB

Behindertensport                   - TVB

Petanque                              - TVB

Tischtennis                            - BSC

Badminton                             - BSC in SG mit Ahlem und Velber

Leichtathletik                        - TVB

Mutter, Vater Kind Turnen     - TVB

Gymnastik                             - TVB / BSC

Kinderturnen                        - TVB

Seniorensport                       - TVB

Pilates                                   - TVB

Rückenfitness                        - TVB

Beachhandball                       - TVB

 

Wie man leicht erkennen kann, würden sich die vorhandenen Sportarten wunderbar miteinander ergänzen und den Mitgliedern und damit allen Badenstedter Bürgern zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Dass ein paar „immer Gestriger“ in beiden Vereinen dagegen sind, ist normal. Die sollten aber nicht die Zukunft des Sportes in unserm Stadtteil blockieren. Einen neuen Namen und neue Vereinsfarben lassen sich sicher finden. Keiner soll untergehen. Wir sollten gemeinsam vorwärts in eine bessere Zukunft gehen.

Versuchen wir es für die Mitglieder und für die Bevölkerung Badenstedts.

Deshalb die Frage: Was spricht eigentlich wirklich dagegen?

Noch ein Wort zur leidigen Diskussion um die Sporthalle. Unstrittig ist, dass es im westlichen Stadtbezirk zu wenig Hallenstunden gibt. So ist die IGS Badenstedt eine der wenigen IGS´n die keine zweite Sporthalle hat.

Hier sind Rat, Stadtbezirksrat, Stadt, und alle Bildungspolitiker gefordert, für den Schulsport in unserem Stadtteil entsprechende Hallen zur Verfügung zu stellen und dass wir – die Vereine – davon profitieren wollen, ist doch verständlich.

Wir, der TV Badenstedt, wollen keine Mehrfachturnhalle bauen.

Werner Schlienkamp

       Vorsitzender

TV Badenstedt 1891 e.V.